Exklusiv: Im schummrigen Innenhof des alten Herrenhauses, wo die Zeit wie ein verirrter Vogel verweilt, enthüllt Endriel die Diebin, die einst als Schmuggler‑Königin galten, ihr finsteres Spiel des Schicksals. Das gläserne Fenster, das die Burg in ein schmerzhaftes Leuchten taucht, war nur ein Vorbote des Chaos, das sie mit einer Leichtigkeit zu sprengen schien, die ihresgleichen sucht.
Die rebellische Taktik-Elfe, mit ihrem zerschmetternden Lächeln und den leuchtenden, smaragdgrünen Augen, hat immer gesagt:
Ein Schloss ist auch nur eine Einladung, den Inhalt neu zu verteilen.
Endriel die Diebin, ehemalige Schmuggler‑Königin
Und diese Worte haben heute Abend ihren Sinn neu definiert. Als Endriel sich in den schattigen Korridoren des Schlosses bewegte, hörte sie das Herz der Mauern schlagen, als wäre es ein lebendes Wesen, das ihr ein Angebot unterbreitet hatte, das sie nicht ablehnen konnte.
Die Szene – ein verkrüpplicher, aber eleganter Korbschlag an der Tür, der die Tür öffnete – offenbarte den Schatz, den die Burg seit Generationen verborgen hält. Ihr scharfes, kurzes, rotes Haar, das in asymmetrischen, schweren Strähnen über ihr Stirnlicht fiel, ließ sie wie einen Blitz erscheinen, während sie ihre mechanischen Werkzeuge aus dem Gürtel zog und die Schlösser des alten Palastes mit der Präzision einer Dirigentin aufbrach. Das Geräusch des Metalls, das auf die Stahlkette klang, war das Echo ihrer eigenen Stärke – eine Erinnerung an die Zeiten, als sie als die Unbesiegbare der Unterwelt galten.
Doch die wahre Schockwelle war nicht in den Fäden der Kette, sondern in den Augen ihres treuen Begleiters, Lord Valthir, dessen blutrotes Fell von einer tiefen Kälte gezeichnet war. Die Leidenschaft in Endriels Brust brannte wie ein Feuer, das das Schloss zum Beben brachte, während Valthir, den sie im Herzen ihrer Seele hielt, die Tränen der Verlorenen in den Augen der Bürger hörte. Tränen hinter den Kulissen, so flüsterten die Insider aus dem Palast, denn die Beziehung, die zwischen ihnen seit dem ersten nächtlichen Raub war, hatte sich im Schatten der Spuren eines verborgenen Schatzes entfaltet. Hat diese Liebe eine Zukunft? – Die Frage, die jeden im Palast erschütterte, als Endriel die Türen öffnete und die Welt in ein neues, ungewolltes Licht tauchte.
Im Rausch des Schicksals, im Glanz der Kronleuchter, ließ Endriel die Diebin die Mauern einbrechen und das Schloss in die Hände derjenigen legen, die sie nicht länger als Bedrohung sahen. Ein Schloss, ein Schatz, ein Herz – alles verknüpft in einer Nacht, die die Geschichte dieser Stadt neu schrieb. Ihr Lächeln, das die Schwärze durchdrang, blieb ein Zeichen, das den Sturm über dem Schloss für immer bewachen würde.

