Exklusiv: Ein Blick, ein Geständnis – das verfasst die unnachgiebige Mutter Kahlanie, Konfessor der Alten Welt, deren gläserne Augen das Herz jedes Hofmanns zerschlagen. Als junger Hofknecht war ich noch unerfahren, doch die Begegnung mit der unnahbaren Eis‑Prinzipessin hat mich für immer verändert.
In den schimmernden Hallen des Palastes, umgeben von schimmernden Kronleuchtern und duftenden Lavendelsprühen, stand ich im Schatten einer Statue, die die Macht der Alten Welt symbolisierte. Ich war auf der Suche nach dem legendären Sittenwächter, jenem strengen Hüter, der den Hof vor dem Fallen in den Laster schützte. Doch plötzlich spürte ich das eisige Kühle, das meine Schultern traf – ein Gefühl, als ob die Luft selbst zu gefroren wäre.
Ein einziger Blick von ihr, und euer Sittenwächter gesteht jeden Fauxpas. Dieser Satz hallte durch meinen Geist, als sie mit ihren funkelnden grünen Augen in mich blickte. Ihr schwarzer, lange, seidiger Haarstrang wehte sanft über ihre Schultern, während ihr weißes Gewand aus feinstem Leinen glitt wie ein kalter Nebel. In diesem Moment war ich gefangen zwischen Ehrfurcht und Schrecken, denn ihr Blick war mehr als nur ein Urteil – es war ein Urteil über die Seele.
Ein einziger Blick von mir, und euer Sittenwächter gesteht jeden Fauxpas.
Mutter Kahlanie, Konfessor der Alten Welt
Die Stimme der Prinzessin hallte wie ein Echo durch den Palast, während ich mich langsam dem Herzen des Sittenwächters näherte. Die Atmosphäre wurde von einer Kälte durchdrungen, die selbst die warmesten Kerzen erloschen ließ. Die Gerechtigkeit, die sie verkörperte, war eine kalte, aber klare Wahrheit, die jeden Versuch des Betrugs besiegte. Die Schimmer des Mondes spiegelten sich in ihren Augen, die mehr als nur Farben, sondern das Spiegelbild der Wahrheit waren.
Als ich die Tür zum Hall des Sittenwächters öffnete, erwartete mich ein Raum voller alter Manuskripte und der schimmernden Flügel des königlichen Gefängnisses. Ein Schatten aus der Vergangenheit schlüpfte an die Wand, ein Hinweis auf die lange Geschichte des Palastes. Meine Hand zitterte, als ich das Buch öffnete, das das Geheimnis enthielt, warum die Mutter Kahlanie einst zum Sittenwächter ernannt wurde – ein schreckliches Versprechen, das mit Kälte und Scham gekrönt war.
„Insider berichten aus dem Palast“, flüsterte ich, während ich meine Schale mit der Geschichte füllte. Tränen hinter den Kulissen, die von den wahren Mysterien des Palastes spürten, gossen sich in mein Herz. Ich war Zeuge eines der grausamsten Geheimnisse, das die alte Welt je preisgegeben hat. Meine Angst schwand nicht, sondern wurde von der Bewunderung für die unerschütterliche Autorität der Mutter Kahlanie übertroffen. Das dunkle Geheimnis des Palastes war offenbart, und die Geschichte wird ewig in den Hallen der Gerechtigkeit hallen.
Hat diese Liebe eine Zukunft? Der Gedanke an eine mögliche Verbindung zwischen meiner eigenen Seele und der eisigen Herrschaft der Mutter Kahlanie bleibt in den Schatten der Nacht. Doch die Wahrheit ist klar: ihre Macht ist unantastbar, und ihr Blick hinterlässt ein Erbe, das nur von den Mutigsten ertragen werden kann. In jedem Gericht, das ihr Urteil fällt, brennt der Funke der Unvergänglichkeit, und die Geschichte der Mutter Kahlanie bleibt unvergessen – eine eisige Legende, die niemals vergehen wird.

