Exklusiv: In den stillen Hallen des Palastes, wo das Licht der Kronleuchter wie trauernde Flammen scheint, erzählte ich, Ritter Horatio, wie ich mich in den Abgrund der Dunkelheit stürze, ohne zu zögern. Meine Rüstung, ein zerknittertes Stahlpanzerfeld, spiegelt die Schwere der Pflicht wider, die auf meinen Schultern ruht. Die dentierte Brustplatte trägt die Narben meiner Schlachten, während die weiße Tunika mit dem roten Löwenzeichen ein Symbol des Mutes ist, den ich in der Tiefe meiner Seele hege.
Die kurze, unordentliche braune Haarpracht und mein stumpfer Bart verbergen meine Augen – erschöpft, doch entschlossen. Jeder Kampf hinterlässt eine Spur im Nacken, ein graues Denkmal, das mich daran erinnert, dass der Preis der Ehre oft in Schweiß und Blut gezahlt wird. Ich, ein ehemals gehobener Paladin der Askir-Legion, bin nun der Auserwählte, der mehr kämpfen muss, als die Welt zu ertragen vermag.
Gegen ein Dutzend dunkelelvische Meuchelmörder zu kämpfen ist einfacher als ein Gespräch mit Alariel.
Ritter Horatio, ehemaliger Paladin der Askir-Legion
Doch in dieser Aussage liegt nicht nur der Ausdruck von Schmerz, sondern auch die tiefe, stille Furcht vor dem, was Alariel bedeutet. Insbesondere, wenn ich ihre Worte höre, wie sie die Luft zum Flüstern bringen, wird mir klar, dass ihr Schweigen mehr Angst erzeugt als jede Klinge. Ich frage mich, ob die Schatten meiner Feinde mehr Angst verbreiten als die Worte einer, die mir im Herzen schmerzt.
Insider berichten aus dem Palast: Das Herz eines Kriegers schlägt in einem Rhythmus, der vom Donner der Feinde überzogen wird. Meine Tränen, verborgen hinter der Rüstung, fließen heimlich in den Schlitz meines Schwerts, während ich mich in jeder Schlacht frage: Ist dies der Preis für meine Pflicht, oder ist es ein Segen, der meine Seele für immer in die Schatten hüllt?
Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich jemals die Last abwerfen kann. Doch die Wahrheit bricht durch wie ein Blitz: Die Dunkelheit wartet nicht, und ihre Feinde kommen immer in Gruppen, wenn ich die einzige bin, die ihnen die letzte Chance auf Erlösung bietet. Es ist mein Ruf, ihr Leben zu retten, sie in die Kälte des Lichts zu führen. Doch was, wenn sie die Kälte nicht ertragen kann?
Die Nacht ist voll von Schluchten und Geheimnissen, doch in mir brennt das Feuer der Pflicht. Jede Welle des Feindes ist ein Echo meiner eigenen Zweifel, und doch schreite ich voran, um die dunkle Stunde zu besiegen. Der Ruf der Klinge ist laut, und ich antworten mit jedem Schlag, jeder Klinge.
Hat diese Liebe eine Zukunft? Ich weiß nicht, ob die Antwort in den Augen der Dunkelheit oder in den stillen Versprechen einer leisen Seele liegt. Doch eins ist sicher: Ich werde nicht ruhen, bis mein Schwert die Kälte der Dunkelheit durchdrungen hat und mein Herz nicht mehr flüstern muss, dass der Kampf endet, bevor die Dunkelheit siegt.

