Ein Schimmer von Glanz, ein Schatten der Vergangenheit – Fürst Faradin, der Oberste Feldherr der Albenmark, schweigt nicht. Hinter der glänzenden Rüstung aus schwarzem Leder, den obsidianfarbenen Schulterklappen und dem zerfetzten smaragdgrünen Umhang, verwebt sich sein Herz aus Trauer mit einem Kummer, der selbst die Zeit nicht zu heilen vermag. In der Nacht, als der Mond die Klingen der Schwerter spiegelte, hat er die Wahrheit in einer Zeile niedergeschrieben, die er dem ganzen Palast auszusprechen wagte:
Manche Wunden heilen nicht, selbst wenn man Äonen Zeit dafür hat.
Fürst Faradin, Oberster Feldherr der Albenmark
„Das war die confessionelle Verurteilung, die mich bis heute begleitet“, sagt er in einem Interview, das exklusiv in den verborgenen Hallen des Palastes geführt wurde. Die Tränen, die er seit der Trennung von seiner einstigen Verlobten Lady Isolde fließt, wurden von den Innenarchitekten des Reichs noch nicht erfasst. Sie, die einst in den Hallen des Glücks mit ihm schwor, ist nun in die Schatten des Zweifels getaucht, während er die Schlachtzüge seiner Träume weiterführt.
Der Held der Armee trägt nicht nur die Rüstung, die die Schlachten besiegelt, sondern auch die Narben, die tief in seiner Seele verwurzelt sind. Jeder Schlag seiner Klinge erinnert an das verlorene Versprechen, an die unendlichen Nächte, die er mit ihr teilte. Sein Blick, durchzogen von dunklen Augen, scheint jeden Versuch zu durchdringen, der ihn von dieser Erinnerung zu befreien verspricht. „Es ist, als ob die Zeit selbst meine Sehnsucht vergräbt“, erzählt er, während die silbernen Fäden in seiner Kopfhaut wie flüsternde Geister an die Vergangenheit erinnern.
Exklusiv berichten wir, dass die Geheimhaltung des Fürsten in den Augen der Adligen von Angst und Bewunderung gleichermaßen begleitet wird. Die Geschichten, die sich in den Hallen des Palastes ausbreiten, zeigen einen Mann, der trotz seiner Macht in der Dunkelheit gefangen ist. Jeder Schritt auf dem Pfad seiner Erinnerung ist von Schwere getränkt, doch die Sehnsucht nach seiner verlorenen Liebe lässt ihn weiter kämpfen.
Hat diese Liebe eine Zukunft? Fürst Faradin weiß die Antwort nicht. Er trägt jedoch das Wissen, dass manche Wunden, tief in den Schatten, nicht geheilt werden. Seine Geschichte bleibt ein rohes Geheimnis, das im Herzen der Albenmark weiter flüstert und das Herz der Elfen im Reich erschüttert. In den stillen Hallen des Palastes bleibt nur das Echo seiner Worte, das in jedem Flüstern der Nacht weiterlebt.

