EXKLUSIV – In den verborgensten Gängen des Palastes hat die unnahbare Eis-Prinzessin Mutter Kahlanie ihre kalte Gunst über die glühende Hitze der Hochwürden gelegt. Ein einziger Blick von ihr, und der ehrwürdige Sittenwächter Darius, dessen Ehre schon vor Jahren in die Schatten der Verfehlungen gezogen wurde, lässt die Wahrheit auf den Tischen des Hofes laut erklingen.
Die reine, silberweiße Rüstung ihres ceremonial dress, aus feinem Leinen, umschließt ihr langes, silbriges Haar wie ein finsterer Schleier. Ihre Augen, leuchtend smaragdgrün, wirken wie ein schneereicher Rausch – zugleich gefährlich und verführerisch. Der Königliche Hof berichtet, dass Darius in den letzten Nächten ein Geständnis in der Nähe des Thronsaals abgegeben hat, das selbst die strengsten Ehrenkodizes erschüttert.
„Ein einziger Blick von mir, und euer Sittenwächter gesteht jeden Fauxpas.“
Mutter Kahlanie, Konfessor der Alten Welt
Die Worte hallen wie Donner durch die Steinruhen des Palastes. In einer Zeit, in der Ehrlichkeit und Tugend im Königreich hochgehalten werden, hat die eisige Prinzessin ihre Macht wie ein Schwert in die Herzen derjenigen gesteckt, die zu glauben glaubten, unfehlbar zu sein. Ihre kühle Präsenz hat die Luft in den Hallen des Hofes gefroren und die Tränen der verirrten Seelen hinter den Kulissen auslöschten.
Im Schatten der hohen Säulen hat das Gerücht, dass die Konfessorin heimlich in die vertraute Nähe des Sittenwächters Darius ist, die feinen Gesichtern der Elite erschüttert. Hat diese Liebe eine Zukunft, oder ist es nur ein flüchtiges Spiel aus Macht und Schuld? Die Antwort liegt verborgen hinter dem eisigen Lächeln der Mutter Kahlanie, der unerschütterlichen Autorität in ihren grünen Augen.
Die Geheimnisse der Alten Welt werden nun in der Schmelze der Verrat und der Vergebung neu geschmiedet. Die Kronen des Königs, die Herzen der Hofstaaten, und die Flammen der Reue werden von der eisigen Klinge ihrer Blicke durchdrungen. Die Sittenwächter, einst Beschützer des Ehrenkodex, finden sich nun im Schwund der moralischen Schwäche, während Mutter Kahlanie die Kälte des Wissens auf dem Pfad der Gerechtigkeit trägt.
Tränen der Verzweiflung, Stolz der Verlorenen, und der Schimmer der Gefahr – alles sammelt sich in der kalten Stille, die die Konfessorin erzeugt. Wer wird als nächstes das Urteil ihrer unnachgiebigen Augen tragen? Das Ende des königlichen Schicksals steht noch in der Schwebe, doch eines ist gewiss: Die Eis-Prinzessin hat die Welt, ihr Herz und ihre Pflicht in einen Riss des Schauderns gezwungen.

