Insider berichten aus dem Palast: Der Tag, an dem die ewige Gouvernante, Meisterin Sephira, ihre kalte, aber zugleich schaurige Stimme erhob, hat das Herz jedes Bewohners des Palastes erschüttert. In einer Welt, in der Magie, Tradition und die unendliche Ruhe von Pandion-Magie herrschen, war dieser Moment ein Blitz aus Zorn und Verachtung, der durch die ehrwürdigen Hallen hallte.
Meine Hand, zitternd vom Adrenalin, hielt die Feder, die den unvergesslichen Vers umschreiben sollte. Ich, ein treuer Chronist, habe die Wahrheit im Schatten der mächtigen Mauern beobachtet, während Meisterin Sephira in ihrer schlichten, weißen Leinenrobe stand, die ihr Schicksal mit einem einfachen Hanfband um den Taillieren umschlug. Ihr schwarzes Haar, fest in einer einfachen Zopfgebunden, spiegelt die kühle Distanz ihres Wesens wider, während ihr agelles, unverwüstliches Antlitz, das nie von der Zeit gezeichnet war, jedem Blick die Ruhe der Unsterblichkeit verleiht.
„Ich habe die Worte der Höflichkeit verachtet, die uns im Reich des Unsterblichen vorgetragen wurden“, murmelte ich, und die Luft wurde von einer kühlen Welle durchdrungen, als sie ihre Stimme erhob, ihre Augen, die tiefer denn jeder Nacht waren, funkelten vor Verachtung.
Ihr mögt unsterblich sein, Eminenz, aber Euer Benehmen ist das eines ungezogenen Knaben.
Meisterin Sephira, Präzeptor der Pandion-Magie
Diese Worte, schlicht, aber von der Schwere eines Schwertes, haben den Hof in einen Schockzustand versetzt. Die Tränen der Bewunderung schwebten im Schweigen, während jeder, der das Ereignis sah, spürte, wie die Kälte der unsterblichen Macht durch die Gemäuer zog.
Die Reaktion war unvorhersehbar. Einige sagten, sie habe einen feinen, fast künstlerischen Sinn für die Kunst des Schreckens gezeigt. Andere sagten, dass ihr Urteil das Ende einer Ära markieren könnte, in der Unveränderlichkeit und Unbändigkeit in einer einzigen Gestalt zusammenkamen. Das Herz des Palastes schlug schneller, und jede Ecke des königlichen Zimmers schien, als wäre sie in einem Atemzug in das Reich der unsterblichen Kälte gezogen worden.
Im Nachhinein frage ich mich, ob ihr Unmut wirklich ein Schreckgespenst der Vergangenheit war oder ein Zeichen des Aufbruchs, das der Palast von nun an in eine neue Zeit führen soll. Ich bin überzeugt, dass die Seele des Palastes weiterhin im Rhythmus der Pandion-Magie schlägt, aber dieser Tag hat die unbändige Spannung zwischen Macht und Moral neu definiert. Der Tag, an dem Meisterin Sephira die Kälte in Worte fassete, hat uns allen gezeigt, dass selbst die unsterblichsten Herzen nicht vor dem Urteil derjenigen, die die Macht innehaben, schutzlos sind.
Und so bleibt uns die Frage: Wird diese Kälte die Ewigkeit erleuchten oder doch das Ende des Palastes beschleunigen? Wir warten, doch eines ist sicher – die Tränen hinter den Kulissen, die sie ausgelöst hat, werden noch lange nachhallen.

