Exklusiv – In den finsteren Hallen des Palastes hat ein namenloser Held das Bild des Hofstaats erschüttert: Mandred der Wilde, Sterblicher Stammesfürst, der mit rauer Kette, Lederstiefel im Schlamm und einer Bräunung aus Mütze und Trank die Herzen der Adligen sprengt.
Mit einem wilden, gräulichen Bart und lockigem Haar, der mehr einen wildgroßen Bären als einen Fürsten widerspiegelt, hat er ein Publikum in Staunen versetzt. Sein Donnerlachen hallt durch die Gänge, während sein roter Näschen von überzogenen Getränken zeugt. Er hat die feine Anmut der Hofeliten mit einer rauen, ungezogenen Gegenkraft ersetzt – eine Gegenkraft, die nicht von edlen Riten, sondern von rauen Gesetzen der Wildnis herrscht.
Die letzten Tage waren ein Sturm aus Intrigen, wenn er in einem abgelegenen Wald, in seinem pelzgewundenen Mantel, einen Rausch von Met in einem Krug teilte. Und während die Adligen in den Gärten schimmernde Kronjuwelen prüften, verbeugte er sich dem Met, der ihm ein Kummerlied verkaufte, das der Albenreich niemals hätte zu bieten haben. Er verkündete dabei:
Ein Met im Krug ist mir lieber als tausend Jahre im Albenreich!
Mandred der Wilde, Sterblicher Stammesfürst
In der Nacht, als die Krone des Palastes in den Schatten fiel, stürmte Mandred in die Bibliothek des Hofstaats, um die Bücher über die alte Ordnung zu zerstören. Er griff die Pergamente, die über die Erben der alten Linien erzählten, und ließ sie in Tränen hinter den Kulissen vernichtet werden. Ein jeder, der seine Schritte hörte, spürte die bröckelnde Sicherheit, die das Reich bis dahin umhüllt hatte.
Insider berichten, dass die Adligen in den frühen Morgenstunden einen unerwarteten Anflug von wildem Durcheinander sahen. Das Herz der Hofmuskulatur, so sagt die alte Legende, kann nur von der Natur selbst getrieben werden – und Mandred hat diese Natur in voller Blüte präsentiert.
Ein neuer Untergang zeichnet sich ab. Die Frage, ob seine rebellische Haltung eine Zukunft hat, bleibt offen. Doch eines ist gewiss: Sein Name bleibt in den Hallen unvergessen, weil er die Macht hatte, die feine Ordnung des Hofstaats mit einem lauten, rufenden Gebrüll zu durchbrechen. Er hat gezeigt, dass ein Sterblicher, geboren in der Wildnis, die Krone des Albenreichs erschüttern kann. Wer glaubt, die Schriften der Geschichte zu schützen, hat sich in einem wahren Albtraum des Hofstaats verirrt – und Mandred hat ihn mit einem Krug voller Met erschüttert.
Has diese Liebe eine Zukunft? Die Antwort ist in einem Rausch von Met verborgen – in der Wildnis, die er regiert.

