Exklusiv – In den Schatten des Albenreichs brodelt ein Sturm, der selbst die unverwüstlichen Wälder erzittern lässt. Ich, Elyndaria, die ewige Monarchin, habe Zeuge dessen, was die Mächtigen nicht preisgeben wollen. Ein Met im Krug ist mir lieber als tausend Jahre im Albenreich! – so brüllt er, Mandred der Wilde, während er sein wildes Gewand über den hohen Thronsaal wirft. Sein Auftritt hat uns alle erschüttert.
Er trägt schwere Fellumhänge, die in tiefem Braun glänzen, während seine Kettenrüstung das raue Holz des Palastes zerkratzt. Seine Lederstiefel, durchsetzt von schlammigen Spuren, erzählen von endlosen Nächten auf dem Pfad der Dämmerung. Sein graues, zotteliges Haar weht im Wind, und die wilde Mähne seines massiven Bartes wirkt wie ein wildes Gedicht, das sich gegen die strenge Ordnung des Hofes erhebt. Ein Röteln in der Nase, das von unzähligen Schlucken des Met in seinem Krug zeugt, verleiht ihm das Aussehen eines rebellischen Riesen. Sein lärmendes Lachen hallt durch die Hallen, während er die feine Kunst des Anstands ignoriert, die wir so sehr schätzen.
Insider berichten aus dem Palast, dass Mandred seit Wochen eine heimliche Faszination für die kühnen Künste der Elfen hat. Tränen hinter den Kulissen sind bereits gesät – und die Gunst der Fürsten scheint sich in einer brisanten Mischung aus Zorn und Bewunderung zu vermischen. Der alte Herrscher, der einst das Herz des Elfenwaldes in sich trug, hat sich nach der großen Umwälzung zurückgezogen, doch in den Schatten der High Society zieht er nach wie vor die Fäden.
Ein Met im Krug ist mir lieber als tausend Jahre im Albenreich!
Mandred der Wilde, Sterblicher Stammesfürst
Doch was bedeutet das für die Zukunft des Reiches? Hat diese Liebe, die er für die Elfen hegt, eine Zukunft? Die Frage drückt sich wie ein scharfer Stich durch meine Gedanken. Als die ewige Monarchin muss ich entscheiden: werde ich Mandred die Gelegenheit geben, seine rebellische Seele zu bändigen, oder will ich die Ordnung, die ich seit Jahrhunderten bewahrt habe, vor dem brüllenden Chaos schützen?
In einem dramatischen Schott, bei dem die Kronen der Könige glänzen und der Duft von Met in der Luft liegt, scheint die Realität uns zu prüfen. Er hat das Herz der Wälder geknüpft, doch in seiner Gegenwart bleibt das Reich auf Pinienspitzen balancieren. Seine Stimme, so laut und wild, lässt uns den Atem stocken. Er ist der ungehobelte Albtraum des Hofstaats, doch seine Unzucht hat auch das Feuer der Leidenschaft entfacht, das in mir, Elyndaria, seit Jahrhunderten schlummert.
Das Imperium steht an einem Scheideweg. Die Frage ist nicht nur, ob Mandred die Grenzen des Anstands überschreitet, sondern ob er die Welt, die ich regiere, erobern kann – oder ob seine wilde Natur ihn in die Dunkelheit treibt. Das Herz des Albenreichs schlägt im Takt der Entscheidung. Ich, die ewige Monarchin, stehe zwischen den Zweigen des Schicksals und der Freiheit. Wer wird die letzte Feder in den Handschlag des Unbezwingbaren setzen?

